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- WOLFF & MÜLLER

Im Straßenbau bekommt temperaturabgesenkter Asphalt eine immer größere Bedeutung. Was es damit auf sich hat und wie sich WOLFF & MÜLLER darauf vorbereitet, erklärt Asphaltbauleiter Thomas Mazureck.

Herr Mazureck, wie funktioniert temperaturabgesenkter Asphalt und warum ist das Thema so wichtig?

Temperaturabgesenkter Ashpalt bedeutet, dass die Asphaltdeckschicht mit einer um mindestens 20 °C reduzierten Temperatur produziert und eingebaut wird als bisher üblich. Für diesen Asphalt spricht zum einen der Klimaschutz, weil weniger Energie benötigt wird und weniger Treibhausgase entstehen, zum anderen der Arbeitsschutz, weil das Bauteam weniger Dämpfen und Aerosolen ausgesetzt wird. An dem Thema führt kein Weg vorbei, denn ab 2025 wird temperaturabgesenkter Ashpalt in Verbindung mit Absauganlagen beim Straßenfertiger zum technischen Standard in der Asphaltindustrie.

Was sind die Herausforderungen bei dieser Bauweise?

Der eigentliche Einbau ist nicht schwieriger als bei der klassischen Methode, außer dass der Asphalt schneller verdichtet werden muss. Deshalb ist es wichtig, genügend Fachpersonal, sprich Walzenfahrer, einzuplanen. Der Straßenfertiger muss mit einer Einrichtung ausgestattet sein, die die Dämpfe und Aerosole in der Maschine und beim Einbau des Asphalts absaugt. Der Planungsaufwand im Vorfeld ist höher, bedingt durch Parameter, die beim klassischen Asphalteinbau nicht so viel Zeit benötigen, darunter die Planung des Labors, die kontinuierliche Überwachung der Einbautemperatur mittels Thermoscan, die flächendeckende Verdichtungskontrolle (FDVK) sowie Kerntemperaturmessungen mit der dazugehörigen Hard- und Software. Das Projektteam muss außerdem Termine mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) einplanen, die die Dämpfe und Aerosole misst und überwacht.

Wie bereitet sich WOLFF & MÜLLER darauf vor?

WOLFF & MÜLLER ist auf temperaturabgesenkten Asphalt gut vorbereitet, weil wir schon einige Erfahrung damit gesammelt haben. Das Makadam Labor Stuttgart steht uns dabei mit Rat und Tat zur Seite. Ein Pilotprojekt war zum Beispiel die B 247 Leinefelde-Worbis (Ortsumfahrung, im Abschnitt zwischen BAB A 38 und Milchhof). Für den Bauherrn, das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, war es die erste Erprobungsstrecke für temperaturabgesenkten Asphalt im Freistaat Thüringen. Entsprechend groß war das Interesse an unseren Ergebnissen und Auswertungen.

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Bildquelle Titelbild: WOLFF & MÜLLER

#tief- und strassenbau #asphaltbau #klimaschutz #bauenmitbegeisterung #verantwortung 

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