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- WOLFF & MÜLLER

Lean Construction – die effiziente und verschwendungsarme Umsetzung von Bauprozessen für einen maximalen Mehrwert der Kunden – ist gelebte Praxis bei WOLFF & MÜLLER.

Viele Teams setzen bereits auf das Last Planner System: ein kollaboratives Planungs- und Steuerungswerkzeug, das die Nachunternehmer der einzelnen Gewerke aktiv und gemeinschaftlich in die detaillierte Terminplanung einbindet. Neben diesem System setzen die Projektteams bei WOLFF & MÜLLER auch auf die Taktplanung und Taktsteuerung, kurz TPTS. Ein Projekt, das sich optimal dafür geeignet hat, ist das von DQuadrat Real Estate entwickelte „Schlafwerk“ mit 130 Zimmern in Köln. Als Hotel und Langzeitunterkunft bietet es einer breiten Zielgruppe ein günstiges Zuhause auf Zeit mit der Möglichkeit zur Eigenversorgung. Errichtet wurde das Schlafwerk von der WOLFF & MÜLLER Hoch- und Industriebau-Niederlassung Köln. Die Tief- und Straßenbau-Niederlassung Dortmund kümmerte sich als Baupartner um die Außenanlagen.

„Wir haben die TPTS aufgrund der hohen Wiederholungsrate im Ausbauprozess gewählt. Es handelt sich zwar um verschiedene Zimmertypen, doch die Arbeitspakete ähneln sich stark. So fiel es uns leicht, das Bauvorhaben in elf Taktbereiche zu unterteilen“, erklärt Anna Hanau, Lean-Koordinatorin in der Niederlassung Köln des WOLFF & MÜLLER Hoch- und Industriebaus. Die verschiedenen Gewerke durchlaufen in einem sogenannten Gewerkezug die Taktbereiche, wodurch ein reibungsloser und effizienter Bauablauf entsteht.

Von der Schulung zur Umsetzung

Wie läuft die TPTS in der Praxis ab? Zuerst besuchte das Projektteam die Methodenschulung. Im Anschluss erarbeitete es mit der Lean-Koordinatorin den Taktplan in der Software TAKT.ing. Das zentrale Lean-Team in der Serviceeinheit Unternehmensentwicklung stand unterstützend zur Seite. Der erarbeitete Taktplan wurde bei den Vergaben mit den Baupartnern vorgestellt, besprochen und die gemeinsame Umsetzung vereinbart. Um den getakteten Bauablauf zu steuern, kamen alle Beteiligten vor Ort auf der Baustelle täglich für eine, von der Bauleitung moderierte, Shopfloor-Management-Besprechung (SFM) zusammen. In dieser kurzen Besprechung werden Indikatoren zu den Arbeitsprozessen abgefragt, um die Umsetzungsfortschritte zu überprüfen. Ein Indikator kann zum Beispiel die Frage sein, ob alle notwendigen Materialien für den kommenden Takt vorhanden sind. Bei einer festgestellten Abweichung definieren die Beteiligten eine konkrete Maßnahme mit Verantwortlichkeit und Termin. Zudem dokumentierte die Bauleitung den Fortschritt der geplanten Arbeiten mehrmals wöchentlich in der Software TAKT.ing.

„Durch den täglichen, strukturierten Austausch mit allen Baupartnern am Ort der Wertschöpfung haben wir Termine, Qualität und Sicherheit stets gemeinsam im Fokus.“

Jan Weistenhöfer, Bauleiter bei WOLFF & MÜLLER

Mehr Transparenz und Übersicht

Die TPTS fasst Anna Hanau wie folgt zusammen: „Die Anwendung ist kein Selbstläufer und bringt viel Arbeit auf der Baustelle mit sich, wie die Einarbeitung in eine neue Arbeitsweise und die Verwendung von TAKT.ing. Dafür ist der Bauprozess für alle klar visualisiert und mit dem BIM-Modell verknüpft. Durch die Aufteilung in Taktbereiche ist auf der Baustelle jederzeit transparent, wer wie lange in welchem Bereich arbeitet. Die Baupartner wissen frühzeitig, welche Leistungen zu welcher Zeit von ihnen erwartet werden. Die tägliche SFM-Besprechung sorgt dabei für eine strukturierte Kommunikation, die Abweichungen direkt sichtbar macht. Der Erfolg lebt definitiv vom Engagement des Baustellenteams und der Partizipation der Baupartner.“

Teilen Sie Ihre Erfahrung und Meinung mit uns!  Wir freuen uns auf Anregungen, Fragen und Austausch. 

Sie erreichen uns unter: magazin@wolff-mueller.de 

 

Visualisierung Titelbild: DQuadrat Living

#lean #prozesse #bauprojekte #hoch- und industriebau 

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